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Warum es für Menschen keine Gebrauchsanleitung gibt. Und wie Sie trotzdem eine bekommen.

Meine Gebrauchsanleitung
Meine Gebrauchsanleitung

Ihr neuer Geschirrspüler kommt mit 40 Seiten Anleitung.

Ihr Partner, Ihre Kollegin, Ihr neuer Mitarbeiter: ohne eine einzige Zeile.

Ausgerechnet bei den kompliziertesten Systemen unseres Lebens sollen wir raten.

Das geht auch anders.

Vielleicht kennen Sie diese Szene. Ein anstrengender Tag liegt hinter Ihnen.

Sie kommen nach Hause und wollen erst einmal Ruhe, zwanzig Minuten für sich, dann sind Sie wieder ansprechbar. Ihr Gegenüber hat denselben anstrengenden Tag hinter sich und will genau das Gegenteil: reden, erzählen, Nähe spüren.

Zwei Menschen, beide mit den besten Absichten, und trotzdem knallt es. Nicht weil einer von beiden falsch tickt. Sondern weil keiner weiß, wie der andere tickt.


Im Beruf läuft dasselbe Spiel, nur mit anderen Kostümen. Die eine Kollegin braucht klare Strukturen, feste Absprachen und Verlässlichkeit, um gut arbeiten zu können. Der andere blüht auf, wenn sich Dinge bewegen, wenn er spontan umplanen und Neues ausprobieren darf. Beide sind wertvoll für das Team. Und beide halten den jeweils anderen insgeheim für schwierig.

Was in beiden Fällen fehlt, ist keine Harmonie. Es ist eine Gebrauchsanleitung.


Vier Strebungen, die alles erklären? Nein. Aber vieles.


Der Psychoanalytiker Fritz Riemann und später der Kommunikationspsychologe Christoph Thomann haben ein Modell entwickelt, das erstaunlich viel Alltag erklärt, ohne Menschen in Schubladen zu sperren. Es beschreibt vier Grundstrebungen, die in jedem von uns wirken, nur eben unterschiedlich stark:


Nähe steht für das Bedürfnis nach Verbundenheit, Vertrauen und Miteinander.

Distanz für Eigenständigkeit, klaren Kopf und Freiraum. Dauer für Verlässlichkeit, Struktur und Planbarkeit. Wechsel für Spontaneität, Abwechslung und neue Impulse.


Keine dieser Strebungen ist besser als die andere. Es sind Heimatgebiete.

Und wie bei echten Heimatgebieten gilt: Wer weiß, wo er zu Hause ist, versteht plötzlich, warum ihn manche Situationen so viel Kraft kosten. Dauer geprägte Menschen leiden nicht unter der spontanen Planänderung, weil sie unflexibel wären. Sie leiden, weil man ihnen gerade den Boden unter den Füßen wegzieht. Distanz geprägte Menschen ziehen sich nicht zurück, weil ihnen die anderen egal wären. Sie läden ihre Batterien nur anders auf.


Der erste Gewinn: Sie verstehen sich selbst


Selbstkenntnis klingt nach einem großen Wort. Im Alltag ist sie erstaunlich praktisch.


Wer seine eigenen Strebungen kennt, gewinnt drei Dinge:


Erstens: Sie hören auf, sich selbst zu verurteilen.

Was Sie bisher vielleicht für eine Schwäche gehalten haben, entpuppt sich als Muster mit einer nachvollziehbaren Logik. Sie brauchen keine Rechtfertigung mehr dafür, dass Sie so sind, wie Sie sind. Sie brauchen nur ein besseres Verständnis dafür.


Zweitens: Sie erkennen Ihre Stressreaktionen früher.

Jede Strebung hat ihre eigene Art, unter Druck zu reagieren. Der eine wird kontrollierend, die andere zieht sich zurück, der dritte flüchtet in Aktionismus. Wer sein Muster kennt, bemerkt es, bevor es das Ruder übernimmt. Das ist Selbstführung im besten Sinne.


Drittens: Sie treffen bessere Entscheidungen.

Ob Jobwechsel, Teamkonstellation oder Wochenendplanung: Wer weiß, was er wirklich braucht, entscheidet nicht mehr gegen sich selbst.


Nur wer sich selbst kennt, kann andere führen. Und nur wer sich selbst versteht, kann sich anderen verständlich machen.

Der zweite Gewinn: Andere können Sie endlich lesen


Und hier wird es spannend. Denn Selbstkenntnis, die nur im eigenen Kopf wohnt, verändert Beziehungen kaum. Die entscheidende Frage lautet: Wissen die Menschen um Sie herum eigentlich, wie Sie funktionieren?

Genau das leistet eine persönliche Gebrauchsanleitung. Sie übersetzt Ihre Selbstkenntnis in Sätze, die andere verstehen und annehmen können. Statt zu erwarten, dass Ihr Umfeld Gedanken liest, sagen Sie es: So erreichst du mich. Das brauche ich, wenn es stressig wird. Daran erkennst du, dass ich an meiner Grenze bin. Und so meinst du es nicht persönlich, wenn ich erst mal eine Runde für mich brauche.

Privat verändert das mehr, als viele Paargespräche es je könnten. Aus dem Vorwurf "Du ziehst dich immer zurück" wird die Information "Ich brauche nach der Arbeit zwanzig Minuten, dann bin ich ganz bei dir." Derselbe Mensch, dasselbe Verhalten, aber eine völlig andere Beziehung dazu.


Beruflich gilt das genauso. Stellen Sie sich vor, jedes Mitglied Ihres Teams könnte den anderen sagen, wie es am besten Feedback bekommt, was es in stressigen Phasen braucht und woran man merkt, dass etwas nicht stimmt.


Konflikte verschwinden dadurch nicht. Aber sie verändern ihren Charakter: Aus vermeintlichen Charakterfehlern werden erklärbare Unterschiede. Und über Unterschiede kann man reden. Über Charakterfehler streitet man nur.


Für Teams: eine gemeinsame Landkarte


In der Teamentwicklung erlebe ich immer wieder denselben Moment: Ein Team schaut zum ersten Mal auf seine gemeinsame Riemann-Thomann-Landkarte, und plötzlich fallen Groschen im Sekundentakt. "Deshalb nervt dich mein spontanes Umplanen so!" "Deshalb brauchst du die Tagesordnung vorher!" Was jahrelang als persönliche Reibung lief, bekommt auf einmal eine Sprache.

Wenn dann jedes Teammitglied seine eigene Gebrauchsanleitung erstellt und mit den anderen teilt, entsteht etwas, das kein Teamevent der Welt herstellen kann: echtes gegenseitiges Verständnis, das auch am Dienstagnachmittag unter Termindruck noch trägt.


Der erste Schritt dauert fünf Minuten


Der Einstieg in Ihre eigene Gebrauchsanleitung ist bewusst niedrigschwellig. Ich habe einen Riemann-Thomann-Check entwickelt, den Sie kostenlos und direkt online machen können.

28 Fragen, keine Fachbegriffe, am Ende sehen Sie Ihre persönliche Verortung auf der Landkarte der vier Strebungen, verständlich aufbereitet.


Wo liegt Ihr Heimatgebiet?

Finden Sie es heraus, in etwa fünf Minuten.


Das Ergebnis ist Ihr Ausgangspunkt. Von dort aus können Sie weitergehen: Ihre persönliche Gebrauchsanleitung erstellen, allein oder mit Ihrem Team. In meiner Begleitung verbinden wir Ihre Check-Ergebnisse mit dem, was Sie über sich wissen, und formulieren daraus ein lebendiges Dokument, das Sie teilen können, mit den Menschen, die Ihnen wichtig sind, beruflich wie privat.


Fazit


Niemand kann Gedanken lesen. Aber jeder kann lesen, was Sie über sich zu sagen haben. Selbstkenntnis ist der erste Schritt, sie mitteilbar zu machen der zweite.

Der Riemann-Thomann-Check bringt Sie in fünf Minuten auf den Weg.

Die eigene Gebrauchsanleitung bringt Sie ans Ziel: Beziehungen, in denen Sie nicht mehr erraten werden müssen.


Wenn Sie das für sich oder Ihr Team angehen möchten:

Ich begleite Sie gern. www.brink-btc.de

 
 
 

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Sascha Brink

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Sascha Brink begleitet Führungskräfte, Teams und Organisationen als Sparringspartner für Führung und Zusammenarbeit. Standort Hamburg, tätig deutschlandweit.

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